Lekker Afrika

Lekker Afrika
Meine Zeit in Afrika.

Busstop Party - der neue Trend?

August 5th, 2008

Man nehme sieben verwirrte Erwachsene, gebe ihnen zwei Autos und setze sie weit weg von ihrem zu Hause in Südafrika aus…

Es war mal wieder soweit. Eine der legendären Tom und Duke Parties stand kurz bevor und da durfte man natürlich unter keinen Umständen fehlen. Tom und Duke, das sind 2 farbige südafrikanische Studenten, die einfach wissen, wie man feiert. Nicht umsonst sagt man, dass die farbigen den Rhythmus im Blut haben. Jedenfalls mieten die beiden ca. einmal im Monat irgendwo eine Wohnung an um ca. 250 Leute einzuladen und ordentlich einen draufzumachen. Da wir da ja auf keinen Fall fehlen durften haben wir (eine gemischte Truppe aus Südafrikanern und Deutschen) uns überlegt, dass es doch nett wäre vorher noch bei irgendwem von uns ein wenig vorzuglühen. Gesagt getan. Soweit war ja auch noch alles in Ordnung und nicht anders als in Hamburg oder sonst irgendeiner Großstadt in der Welt. Naja irgendwann sind wir dann endlich aufgebrochen. Mein Auto war rappelvoll mit 5 Leuten um natürlich noch einen kurzen Abstecher zu Mc Donalds zu machen. (Mein Auto war nur so voll, weil ich ein Radio hatte) In das andere “Auto”, ein alter VW Käfer, haben sich nur 2 reingetraut und wollten schon einmal vorfahren. Wir stehen also bei Mc Donalds in der Schlange am Drive in, vor uns ca 15 Autos und auch ein paar Leute ohne Autos und überlegen gerade ob es Sinn macht sich um halb 12 in die Schlange zu stellen und 2 Stunden auf nen Burger zu warten, als das Handy klingelt. Die 2 Käferaffinen waren dran um uns zu informieren, dass sie auf der Mainroad in Woodstock ständen, weil während der Fahrt das Lenkradschloss eingerastet sei und nun nicht mehr rausgehen wolle. Haha, sollen die doch im Kreis fahren An dieser Stelle sollte ich wohl erwähnen dass Woodstock nachts kein angebrachter Aufenthaltsort für hellhäutige Menschen ist. Naja aber wir sind ja nicht so, haben also die leckeren Burger Burger sein lassen und sind zur nächsten Tankstelle gefahren um noch ein wenig Wegzehrung zu besorgen. Wenigsten waren wir nun gut versorgt mit Wein und Chips und sollte uns irgendjemand etwas antun, waren die letzten Minuten zumindest schön. Nun hieß es warten auf den Beatle 24 Stunden Service, damit wir endlich zu dieser Party kommen. Tja, aber wir sind ja nun einmal in Südafrika und Capetown heißt ja nicht umsonst Mothercity (weil alles hier bis zu 9 Monate dauern kann). Kurzerhand haben wir also die Bushaltestelle zu unserer Partyzone gemacht. Da standen wir also, 7 Leutchen mit Wein und Chips auf der Straße, hab ich eigentlich schon erwähnt, dass der öffentliche Konsum von Alkohol in Südafrika verboten ist? Zu guter letzt sind wir doch noch allesamt heile auf der besagten Party angekommen, mit dem kleinen Haken, dass ich eigentlich gleich wieder gehen musste, da am nächsten Tag Frühaufstehen und Arbeiten auf dem Programm stand. Aber was soll`s die nächste kommt bestimmt und wenn nicht können wir ja mal wieder ne Busstopparty dazwischen schieben…