Lekker Afrika

Lekker Afrika
Meine Zeit in Afrika.

Porcupine - Stachelschwein

Juli 21st, 2008

Immer einen Ausflug wert ist auch der größte Vogelpark Südafrikas in Hout Bay. Dort fühlen sich nicht nur die Tiere wohl, sondern auch wir haben uns gleich sehr heimisch gefühlt. Das tolle an dem Park ist allerdings das begehbare Affengehege, ja in einem Vogelpark gibt es auch Affen und andere Tiere. Jedenfalls konnte man in diesem Gehege direkt mit den Affen „spielen“, die dann angekommen und auf einem rum gesprungen sind. Man, sind die neugierig. Alle männlichen Besucher, die eine Hemdtasche hatten wurden erstmal eingehen inspiziert. Begeistern konnte man die kleinen Viecher am besten mit kleinen Steinen in der Hemdtasche. Sobald etwas klappert oder raschelt kommen die auf die Schulter gehüpft und kramen mit ihren kleinen Händchen in der Tasche rum. Auch ganz groß im Rennen sind Perlenarmbänder an denen rumgezerrt werden kann. Immer auf der Suche nach Futter die lieben Kleinen. Da zeigt sich wieder wie verwandt der Mensch doch mit dem Affen ist, oder zumindest der Mann. Außerdem gibt es dort noch ein Stachelschwein, das sind vielleicht niedliche Tiere! Sehen ein bisschen aus wie ein zu groß geratener Seeigel mit braunen und weißen Tupfen. Ich frage mich wie man einem so putzigen Tierchen den Namen „Schwein“ geben kann.

Ein Paradies für Frauen

Juli 17th, 2008

In der Nähe Kapstadts befindet sich das bekannte Kap der guten Hoffnung. Trotz Hamburger Wetter, es hat in Strömen geregnet, haben wir uns zusammengerissen und sind ans Kap gefahren. Leider waren wir klitschnass und sehen konnten wir auch kaum etwas. Zumindest die Aussicht war einfach nur schlecht. Ein paar hart gesottene Affen haben wir getroffen. Doch nicht nur landschaftlich hat Kapstadt so Einiges zu bieten. Unter Anderem gibt es hier auch das größte Frauenparadies Afrikas. Eine riesige Shoppingmall, namens Canalwalk. Das war totale Reizüberflutung. Wir waren nur 3 Stunden dort und haben, glaub ich, nicht mal die Hälfte gesehen. Die ist so riesig und man kann dort 12 Stunden am Tag shoppen gehen, ich werde das wohl mal testen bei schlechtem Wetter. Die haben sogar so eine Food- und Gameautomatenarea direkt nebeneinander. In diesen Bereichen blinkt und leuchtet es an jeder Ecke, ein bisschen wie in Las Vegas. Wir haben dann beschlossen, dass das der Bereich sein muss, wo man die Männer abgibt, ihnen Kleingeld da lässt und die Kreditkarte wegnimmt und sie dann nach 12 Stunden dort wieder abholt, damit sie einem die Taschen zum Auto tragen. Wieso gibt es denn so was in Deutschland nicht, hier muss man die Armen immer im Kinderparadies abgeben, wo sie sich sinnlos Plastikbälle an den Kopf werfen können. Und mal ganz ehrlich, Spielautomaten sind wohl spannender als bunte Plastikbälle.

Kapstadt - Capetown

Juli 15th, 2008

Nun aber endlich mal zu der schönsten Stadt, die ich je gesehen habe. Zuerst habe ich mir mal ganz touristisch die Waterfront, also das Hafengebiet, angeschaut. Dort gibt es sogar einen Paulaner Biergarten. Ganz schön erschreckend wie weit die Deutschen ihre „Spezialitäten“ so bringen. Mal ganz zu schweigen von dem Stück Berliner Mauer, das da mal eben so rumsteht. Außerdem gibt es in Kapstadt den Signal Hill. Immer eine Reise wert! Man, was für eine Aussicht! Auf der einen Seite Kapstadt und auf der anderen das Meer und die kleine, ehemalige Gefängnisinsel Robben Island, auf der auch Nelson Mandela eingesessen hat, im Sonnenuntergang. Doch auch das lässt sich noch toppen. Direkt neben dem Signal Hill befindet sich der Lionshead. Zwar nicht mit dem Auto befahrbar aber dafür auch zu Fuß gut zu erklimmen, ist dieser Berg seinen Aufstieg und jede Bemühungen wert. Es hat mich zwar eine Menge Schweiß gekostet ihn zu erklimmen, der Weg ist teilweise so steil, dass man an Eisenketten die Felswände hochklettern muss, aber die Aussicht war ein Traum. Zuerst sieht man über Robben Island die Sonne untergehen und dann über der Stadt den fast vollen Mond aufgehen. Nicht zu vergessen auch die Wolkendecken, das bekannte Tischtuch, die den Tafelberg einhüllt. Und wem das nicht genug ist, der kann seine Beine von einem der zwei etwas abstehenden Felsen in der freien Luft, einige Meter über Seapoint baumeln lassen.

I got a car!

Juli 7th, 2008

Bis ich jedoch mein kleines geliebtes Auto endlich in meiner Obhut hatte, war ich schon um einige Nerven ärmer. So habe ich ca. 15 Leute aus der Zeitung angerufen, um ein Auto zu kaufen. Was man da so erlebt! Einer hat mich einfach nur schallend ausgelacht, bis ich aufgelegt habe und ein andere wollte mich die ganze Zeit auf einen Kaffee einladen und wissen ob ich verheiratet bin. Nach einigen weiteren holprigen Telefonaten war ich dann doch endlich so weit, dass ich mir ein Auto anschauen konnte. Allerdings ist mir bei diesem exklusiven Model gleich die ganze Fahrertür entgegenge kommen. Unfallauto! Also nichts für mich. Zu guter letzt habe ich meinen kleinen treuen Begleiter dann ganz herkömmlich bei einem Autohändler entdeckt und man glaubt es kaum aber seit heute cruise ich auf meinen eigenen 4 Rädern durch Cape Town. Wobei das Wort cruisen wohl doch etwas zu hoch gegriffen is t. Genauer gesagt mache ich immer wenn ich Blinken möchte den Scheibenwischer an und anstatt zu s chalten haue ich jedes Mal versehentlich gegen die Fahrertür. Das beste is, wenn ich auf der Autobahn statt dem fünften Gang mal wieder den ersten erwische, was für ein Sound….aber auch das Linksfahren kann man lernen, auch wenn’s nicht immer ganz schmerzfrei ist.

Erste Annäherungsversuche mit dem Linksverkehr

Juli 2nd, 2008

Der Flug von Frankfurt nach Kapstadt dauert ca 11,5 Stunden, das war für meinen Geschmack eigentlich viel zu lang und viel zu langweilig. Dennoch hat sich jede einzelne Sekunde, die ich auf dem mittleren Platz im Mittelgang zwischen viel zu breiten Menschen verbringen „durfte“ gelohnt! Kaum bin ich in Südafrika gelandet, habe ich auch gleich den ersten B-Promi entdeckt. Alida, die ehemalige Big Brother Gewinnerin muss wohl mit mir im Flugzeug gesessen haben. Aber das tut hier ja eigentlich auch nichts zur Sache! Kaum bin ich angekommen und herzlich begrüßt worden, habe ich auch gleich gezeigt, dass ich ein blöder Tourist bin. Ich wollte natürlich schnurstracks auf der Fahrerseite meines Abholautos einsteigen, tjaja so was passiert im Linksverkehr ganz schnell mal. Zu dem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht wie schön es wird, wirklich selbst auf der „falschen“ Straßenseite zu fahren. Doch das herauszufinden sollte nicht lange auf sich warten lassen. So durfte ich mich also kurze Zeit später stolze Besitzerin eines Autos nennen. Natürlich hatte ich, so wie ca. jede zweite Südafrikaner auch, einen weißen VW Chico, der mit mir noch so Einiges erleben sollte. Doch bis es soweit war, konnte ich auch als Fußgänger schon mal die ein oder andere Tücken des Linksverkehrs testen. Ups, wo kam denn der Bus her? Mist, schon wieder in die falsche Richtung geguckt beim Straßeüberqueren.